Direkt zum Hauptbereich

Erinnerungsspuren 1918-2018: Herz-Jesu-Kathedrale und Strossmayer-Straße


Herz-Jesu-Kathedrale und Strossmayer-Straße, 1918
Ich gehe durch die Strossmayer-Straße, die nicht mehr so besucht ist, wie als sie zuerst erbaut wurde. Man kann nur ein paar Autos vorbeifahren sehen. Auch der eine oder andere Fußgänger spaziert vorbei, eben der, der viel Mut und Optimismus hat. Nach dem Attentat an Franz Ferdinand wurde die Stadt in den I. Weltkrieg mit einbezogen. Obwohl der Krieg jetzt schon vorbei ist, riecht man in der Stadt Angst. Vor dem Ende des Weltkriegs, also vier Jahre nach dem Attentat, marschierten serbische Truppen in die Stadt. Sie wurden aber nicht als große Hilfe verstanden, eher als Drohung. Die Strossmayer-Straße führt zur Herz-Jesu-Kathedrale. Leider sieht es vor der Kathedrale auch düster aus. Es sind nur neun Jahre vergangen, seit sie gebaut wurde. Wenn man Glück hat, kann man jemanden reingehen sehen, der vielleicht betet oder eine Kerze für seine Verstorbenen anzündet. Ich glaube aber, dass diese Straße eines Tages wieder im Glanz scheinen wird. Der Stadtteil ist schön, er wird ganz bestimmt wieder lebvoll sein.

Dzenana Sisic

Herz-Jesu-Kathedrale und Strossmayer-Straße, 2018
Im Herz der Altstadt von Sarajevo befindet sich ein sehr schönes Gebäude – die römisch-katholische Bischofskirche. Diese Kirche ist eine der bekanntesten und eine der besuchenswertesten Kirchen von Sarajevo. Hunderte Menschen, sowohl die Bewohner, als auch die Gäste der Stadt kommen in diese Kirche. Jeder verfolgt sein eigenes Ziel. Jemand kommt, um zu Gott zu beten, Seelenfrieden zu finden oder mit Gott seine Gefühle und Ängste zu teilen. Und jemand eilt zur Kirche, um die wundervolle Orgelmusik zu genießen. Und der andere kam hierher, um einfach noch ein großes Baudenkmal zu bewundern. Türkisch, arabisch, serbisch, kroatisch und selbstverständlich bosnisch hört man hier am häufigsten. Diese prächtige Kirche zieht Menschen aus verschiedenen Städten und Ländern an.
Aber nicht nur diese prächtige gotische Kirche bezaubert die Menschen, sondern die breite Straße mit einer Vielzahl von gemütlichen Cafés und Kaffehäusern. Man kann einen langen Spaziergang machen und sich in den Gebäuden umsehen. Oder man kann das einzigartige Aroma von Kaffee genießen, Live-Musik genießen oder sich nach einem anstrengenden Tag mit Freunden und Bekannten unterhalten. Diese Straße ist voller Geheimnisse und angenehmer Stille. Hier kann man alle Probleme vergessen und die Seele vollkommen entspannen.
Und der abendliche Spaziergang eröffnet für Sie eine ganz andere Seite dieses Stadtteils. Leichte Dämmerung fällt auf den Boden und Sie spüren den Zauber der abendlichen Stadt. Und diese Gefühle werden noch lange Zeit in der Erinnerung bleiben…

Diana Vozniak

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Herzlich willkommen auf dem Blog unseres Projektes Sarajevo-Lwiw! Sie finden hier Reiseberichte über die Studienreise von Sarajewoer Studierenden nach Lemberg, die vom 14. bis 18. Mai 2018 stattgefunden hat. Gastgebender Lehrstuhl war der Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation und Translationswissenschaft, unter der Leitung von Frau Prof. Alla Paslawska. Die Studienreise, unter der Leitung von Prof. Vahidin Preljevi ć und MMag. Andreas Wenninger, wurde von der Östrerreichischen Kulturvereinigung (ÖKV) finanziert, und vom Österreichischen Kooperationsbüro in Sarajewo, geleitet von Kamala Šertović , in Zusammenarbeit mit dem Kooperationsbüro Lemberg - Австрійське бюро кооперації у Львові organisiert. Die OeAD-Lektorinnen Rebekka Zeinzinger (Sarajevo) und Hilla Kainzbauer (Lemberg) haben die Studierenden eine Woche lang begleitet.  Wir danken allen, die mitgeholfen haben, diese Studienreise zu ermöglichen, und wünschen viel Spaß beim Lesen der Beiträge!...