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Erinnerungsspuren 1918-2018: Österreich-Bibliothek






Die Österreichische Bibliothek, 1918
Durch die düstere Stadt gehend, zog mein Blick ein Gebäude, ein großes und graues, von Löchern gefülltes Gebäude an. Dieses Gebäude ist ein Teil des großen Kaserne-Komplexes, die Josipović-Kaserne. Es zog mich ein schauerndes Gefühl an, eine Atmosphäre, die aus dieser Richtung kam. Es wimmelte von Soldaten. Ich wollte mich nicht lange vor dem Gebäude aufhalten, aber genauer ansehen musste ich es schon. Die Luft ist schwer, oder ist das die Angst, die mich erstickt. Auch die grünen Bäume, die vor dem Gebäude stehen, geben der Atmosphäre keinen ruhigen Anblick.
Ein Schauder überzog mich. Ich ging weiter.

Dajana Subašić

Österreichische Bibliothek in Sarajevo, 2018
Ich bin zum ersten Mal in Sarajevo. Ich habe schon viel gesehen. Diese Stadt sieht Lemberg ähnlich. Ich fühle mich wie zu Hause. Sowohl in Sarajevo als auch in Lwiw gibt es die Österreich-Bibliothek. Meine Freundin Dajana schlägt mir vor, diese Bibliothek zu besuchen, weil es sehenswert ist. Obgleich das Gebäude dieser Bibliothek nicht so berühmt und nicht so beeindruckend ist. Aber diese Bibliothek ist beachtenswert. Es ist die Gemeinsamkeit zwischen meinem Volk und ihrem.
Diese Bibliothek wurde 1996 in Sarajevo gegründet. In Bosnien-Herzegowina wird die Bibliothek vom Österreichisch-Bosnischen Kooperationsbüro für Wissenschaft, Bildung und Kultur betreut.
In dieser Bibliothek habe ich Deutsch gehört. Ich war sehr froh. Die Atmosphäre, die dort herrscht, war angenehm, sehr ruhig, viele freundliche Freunde. Ich dachte, dass ich mich in der Österreich-Bibliothek von Lwiw befand. Es war für mich sehr heimisch.
Was betrifft die Umgebung des Gebäudes? Das Gebäude ist altgrau, ohne Besonderheiten, aber es atmet die Geschichte der österreichisch-ungarischen Zeit. Auch neben dem Gebäude befindet sich ein Park, der mich an den Ivan-Franko-Park in Lwiw erinnerte.
Also, ich war sehr beeindruckt. Ich möchte noch ein Mal diese Bibliothek besuchen und einige Bücher durchlesen.

Maryna Myronchuk

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